Gollwitz

Herbstseminar 2019

“Identitätspolitiken, Selbstverständnisse und ihr Ausdruck – eine Analyse”

25. bis 29. September 2019

Hybride Identität, Selbstbestimmung, Fremdzuschreibung, Freiheitsrechte und Meinungsmache: Wie finden Individuum und Gesellschaft Ausdruck für verschiedene Orientierungen, Prägungen und Zugehörigkeiten? Wie laufen persönliche Auseinandersetzungen zur eigenen ethnischen Herkunft, Religionszugehörigkeit, sexueller Orientierung und Gender-Identität ab und in welchen sprachlichen, medialen und künstlerischen Ausdrucksformen werden sie vermittelt? Welche Rolle spielen Identitäten und ihre Labels für politische und rechtliche Prozesse ebenso wie für gesellschaftspolitische Diskurse und Debatten? Sind Partikular-Identität und sozialer Zusammenhalt zusammenzubringen bzw. gehen Identitätspolitik und sozialer Zusammenhalt überhaupt zusammen? Eingebettet in die pluralistische Grundannahme der Dialogperspektivensoll erörtert werden, wie wir über uns selbst und andere sprechen und wie wir sprechen könnten.

 

Referent_innen

 

Die Dialogperspektiven haben mein Leben in zweierlei Hinsicht bereichert. Zum einen haben sie mir neue Freundschaften ermöglicht: In unterschiedlichen interreligiösen und weltanschaulichen Begegnungen habe ich einzigartige Menschen kennengelernt, mit denen ich noch heute religiöse Theorien und Praktiken, aber auch zutiefst persönliche religiöse Gedanken und Gefühle austauschen kann. Zum anderen haben die Dialogperspektiven meinen beruflichen Werdegang nachhaltig beeinflusst: Sie haben mich dazu angeregt, in meinem wissenschaftlichen Werdegang die Funktionalität von Religion(en) in der individuellen Lebensbewältigung näher zu erforschen. Die Dialogperspektiven haben mir also letztendlich wertvolle Wege aufgezeigt, wie man sich mit dem Thema ‚Religiosität‘ bzw. ‚Interreligiosität‘ sowohl in persönlichen als auch in gesellschaftlichen Kontexten auseinandersetzen kann.

Nanthiny, Teilnehmerin der Dialogperspektiven

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