Frühjahrsseminar 2019

“Israel: Weltanschauungen, Religionen und Säkularität in Staat und Gesellschaft”

25. März bis 1. April 2019 // Jerusalem, Haifa, Tel Aviv-Jaffa/Israel

Als globales religiöses Zentrum werden in Israel wie in kaum einem anderen Staat Aushandlungen unterschiedlicher religiöser wie weltanschaulicher Gruppen zum einen und das Spannungsverhältnis zwischen Religiosität und Säkularität zum anderen sichtbar. Hieraus ergeben sich mehrere Fragen: Welche Bedeutung kann Religion als identitätsstiftendes Merkmal für einen Staat haben? Wie werden säkulare wie plurale weltanschauliche und religiöse Bedürfnisse und Haltungen in Politik und Gesellschaft diskutiert und gehandhabt? Welchen Einfluss haben diese Diskussionen und politischen Positionierungen auf den regionalen Konflikt zwischen Israel_innen und Palästinenser_innen? Welche Institutionen, zivilgesellschaftlichen Gruppen und staatlichen Instanzen sind Teil der Diskussion und welche nicht? Herausforderungen und Chancen eines religiösen Pluralismus unter den besonderen politischen, gesellschaftlichen und geografischen Bedingungen werden während des Frühjahrsseminars 2019 ebenso im Fokus stehen wie die nach der Repräsentanz und Rolle von religiösen Minderheiten in politischen, zivilgesellschaftlichen und wissenschaftlichen Institutionen.

Referent_innen

Bericht

Zum Nachlesen der Seminarbericht im Dialog-Blog

 

 

˝Die Dialogperspektiven haben mein Leben in zweierlei Hinsicht bereichert. Zum einen haben sie mir neue Freundschaften ermöglicht: In unterschiedlichen interreligiösen und weltanschaulichen Begegnungen habe ich einzigartige Menschen kennengelernt, mit denen ich noch heute religiöse Theorien und Praktiken, aber auch zutiefst persönliche religiöse Gedanken und Gefühle austauschen kann. Zum anderen haben die Dialogperspektiven meinen beruflichen Werdegang nachhaltig beeinflusst: Sie haben mich dazu angeregt, in meinem wissenschaftlichen Werdegang die Funktionalität von Religion(en) in der individuellen Lebensbewältigung näher zu erforschen. Die Dialogperspektiven haben mir also letztendlich wertvolle Wege aufgezeigt, wie man sich mit dem Thema ‚Religiosität‘ bzw. ‚Interreligiosität‘ sowohl in persönlichen als auch in gesellschaftlichen Kontexten auseinandersetzen kann.

Nanthiny, Teilnehmerin der Dialogperspektiven