Herbstseminar 2017

“Religion und Medien”

18. bis 22.10.2017
Paideia – The European Institute für Jewish Studies in Sweden, Stockholm
Im Oktober 2017 steht das Verhältnis von Religionen und Medien im Zentrum der gemeinsamen Arbeit. Dabei stehen zwei zentrale Aspekte im Fokus: Zum einen wollen wir analysieren, wie Medien in der Gegenwart über unterschiedliche Religionen berichten. Gibt es eine unterschiedlich wertende Behandlung der Religionen in den Medien? Wie ist der Kontext der Medien als vierte Gewalt im Staat zu bewerten? Haben Religionen ihr Monopol der Weltdeutung auch für die Gläubigen eingebüßt? Führt eine vermeintliche Popularisierung von Religionsthemen zum Gefühl der Entfremdung, wenn nicht über theologische Inhalte berichtet wird, sondern vielmehr über negative soziale Ausprägungen religiöser Systeme? Die Gegenstände der Berichterstattung sind unter der Fragestellung des Seminars dabei ebenso entscheidend wie die Art ihrer Behandlung durch Sprache und Bilder sowie die Inszenierung von Sprache und Bildern.
Zum anderen bildet ein weiterer Schwerpunkt des Seminars bildet die kritische Auseinandersetzung mit religiösen und anderen weltanschaulichen Medienorganen. Wie werden diese Organe genutzt? Sind sie in erster Linie Organe der Religionspolitik oder solche für eine Politik der Religionen? Hierbei wird besonders die Rolle der sozialen Medien als religiöse und weltanschauliche Medienorgane sowie ein innerhalb der Amtskirchen herrschender Religionslobbyismus analysiert und kritisch hinterfragt.

Referent_innen

Video

Video der Diskussionsveranstaltung bei Paideia im Dialog-Blog

 

 

Die Dialogperspektiven haben mir einen intensiven Austausch mit Menschen verschiedenster religiöser Hintergründe, sowie inspirierende Einblicke in deren religiöse Praktiken ermöglicht. Aus den persönlichen Begegnungen mit den anderen Teilnehmer*innen ist ein Verbundenheitsgefühl entstanden, welches weit über den Projektzeitraum hinaus trägt. Die positiven Erfahrungen in den Dialogperspektiven haben mein Interesse befördert, mich als Künstler mit spirituellen Fragen auseinanderzusetzen, Kunstwerke auch in religiösen Kontexten auszustellen und damit im interreligiösen Austausch aktiv zu sein.

Julian, Teilnehmer der Dialogperspektiven