Abendveranstaltung II

Wieviel Religion verträgt der Staat? Wieviel Staat vertragen die Religionen?

Michel Friedman im Gespräch

2. Mai 2018//19.30 Uhr//Villa Elisabeth, Berlin

Wie ist es aktuell um das Verhältnis zwischen Staat und Religion bestellt? Welche Auswirkungen haben etwa die deutsche Variante des Religionskorporatismus, der französische Laizismus oder das US-amerikanische liberale Modell auf die jeweiligen Religionsgemeinschaften? Inwiefern begünstigt staatliche Privilegierung einzelner Gemeinschaften in einer zunehmend religionspluralistischen Gesellschaft strukturelle Ungleichheiten? Folgt aus der Religionsfreiheit zwingend die Notwendigkeit eines säkularen Staates? Sollte der Staat sich aus Religionsfragen prinzipiell heraushalten, oder aktiv Religionspolitik betreiben? Welche Alternativen stehen für eine Neuausrichtung des Verhältnisses von Staat und Religion zur Verfügung?

Unter dem Titel “Wie viel Religion verträgt der Staat?” diskutiert der Jurist, Philosoph und Publizist Michel Friedman gemeinsam mit ELES-Geschäftsführer und Projektleiter der Dialogperspektiven Jo Frank über das Verhältnis von Staat, Religion und Weltanschauung vor dem Hintergrund eines religiösen und weltanschaulichen Pluralismus. Dabei sollen bestehende (verfassungs-)rechtliche Arrangements und die vielfältigen bestehenden Säkularitätsmodelle und -konzepte im europäischen und internationalen Kontext erörtert werden. Dabei steht die Frage nach der Zielsetzung und den Auswirkungen politischen und staatlichen Handelns zur Gestaltung des Verhältnisses von Staat, Religion und Weltanschauung in direktem Zusammenhang mit der Prämisse der Religionsfreiheit, die zwar kein bestimmtes Modell vorgibt, wohl aber als kritischer Maßstab bei der Bewertung staatlichen und politischen Handelns herangezogen werden muss.

Referent_innen

 

Bericht

Bericht (mit Video) im Dialog-Blog

 

 

˝Die Dialogperspektiven haben mir einen intensiven Austausch mit Menschen verschiedenster religiöser Hintergründe, sowie inspirierende Einblicke in deren religiöse Praktiken ermöglicht. Aus den persönlichen Begegnungen mit den anderen Teilnehmer*innen ist ein Verbundenheitsgefühl entstanden, welches weit über den Projektzeitraum hinaus trägt. Die positiven Erfahrungen in den Dialogperspektiven haben mein Interesse befördert, mich als Künstler mit spirituellen Fragen auseinanderzusetzen, Kunstwerke auch in religiösen Kontexten auszustellen und damit im interreligiösen Austausch aktiv zu sein.

Julian, Teilnehmer der Dialogperspektiven

Lade...