Frühjahrsseminar 2016

Das zweite Seminar der Dialogperspektiven fand vom 2. bis 6. März 2016 im Gustav Stresemann Institut in Niedersachsen in Bad Bevensen statt. Aufbauend auf das erste Seminar befasste sich das zweite Seminar unter der Überschrift „Menschenbilder – Gesellschaftsbilder“ mit zeitgenössischen Positionen christlicher, jüdischer, muslimischer, atheistischer und esoterisch geprägter Menschenbilder. Was haben diese Menschenbilder für eine Bedeutung für das Individuum – jeweils für sich selbst, aber auch für die Verortung innerhalb seiner/ihrer Religionsgemeinschaft sowie der jeweiligen Gesamtgesellschaft? Inwiefern sind weltanschaulich geprägte Menschenbilder mit Konflikten zwischen Weltanschauungen in Verbindung zu bringen? Wie verhalten sich Institutionen als Träger_innen von Weltanschauungen? In diesem Kontext wurden auch Themen wie Familienvorstellungen, -modelle und –rollen, der Umgang mit Diversity und genderspezifischen Fragen innerhalb unterschiedlicher Weltanschauungen gemeinsam diskutiert. Eine besondere Bedeutung der weltanschaulich geprägten Menschenbilder kommt auch ihrem

Niederschlag in säkularen Wirkungsräumen zu. Als Arbeitsgruppenleiter_innen wurden wir von Prof. Dr. Frederek Musall, Dr. Alexander Graeff und Marcia Moser unterstützt. Als weitere Referent_innen haben wir uns sehr gefreut, Dr. Christine Schwöbel-Patel, Prof. Dr. Susanne Lanwerd, Çiğdem İpek sowie Cecilia und Yair Haendler begrüßen zu dürfen. Als rabbinische Begleitung haben wir erneut Rabbiner Alexander Grodensky gewinnen können.

>> Impressionen vom Frühjahrsseminar 2016

Referent_innen

˝Die Dialogperspektiven haben mir einen intensiven Austausch mit Menschen verschiedenster religiöser Hintergründe, sowie inspirierende Einblicke in deren religiöse Praktiken ermöglicht. Aus den persönlichen Begegnungen mit den anderen Teilnehmer*innen ist ein Verbundenheitsgefühl entstanden, welches weit über den Projektzeitraum hinaus trägt. Die positiven Erfahrungen in den Dialogperspektiven haben mein Interesse befördert, mich als Künstler mit spirituellen Fragen auseinanderzusetzen, Kunstwerke auch in religiösen Kontexten auszustellen und damit im interreligiösen Austausch aktiv zu sein.

Julian, Teilnehmer der Dialogperspektiven