Lamya Kaddor

Lamya Kaddor ist islamische Religionspädagogin, Islamwissenschaftlerin und Publizistin. 2010 begründete sie den Liberal-Islamischen Bund e.V. mit. Sie war Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Uni Münster und vertrat dort die Aufgaben der Professur für Islamische Religionspädagogik. Die erste Koran-Übersetzung für Kinder und das erste Schulbuch für Islamischen Religionsunterricht gehen auf ihre Initiative zurück.

Für ihr Buch „Zum Töten bereit. Warum deutsche Jugendliche in den Dschihad ziehen“ erhält die Islamwissenschaftlerin und Religionspädagogin Lamya Kaddor den Preis „Das politische Buch“ der Friedrich-Ebert-Stiftung.

Sie leitete zwischen 2017 und 2020 ein Forschungsprojekt zur „Islamfeindlichkeit im Jugendalter“ an der Universität Duisburg-Essen. Derzeit leitet sie eine weitere Studie an der Uni Duisburg-Essen zum Antisemitismus im Jugendalter, gefördert von der Bundeszentrale für politische Bildung. Parallel dazu unterrichtet sie seit dem Schuljahr 2003 nach vierjähriger Beurlaubung wieder Islamische Religion an einem Gymnasium in Duisburg.  Lamya Kaddor wurde zu einer der zehn einflussreichsten Musliminnen Europas gewählt und mehrfach für ihre Arbeiten ausgezeichnet.

 

Publikationen

Die Zerreißprobe. Wie die Angst vor dem Fremden unsere Demokratie bedroht. Berlin. Rowohlt Berlin 2016.

Zum Töten bereit. Warum deutsche Jugendliche in den Dschihad ziehen. München. Piper 2015.

Muslimisch, weiblich, deutsch – Mein Leben für einen zeitgemäßen Islam. München: C.H. Beck 2010

˝Die Dialogperspektiven haben mir einen intensiven Austausch mit Menschen verschiedenster religiöser Hintergründe, sowie inspirierende Einblicke in deren religiöse Praktiken ermöglicht. Aus den persönlichen Begegnungen mit den anderen Teilnehmer*innen ist ein Verbundenheitsgefühl entstanden, welches weit über den Projektzeitraum hinaus trägt. Die positiven Erfahrungen in den Dialogperspektiven haben mein Interesse befördert, mich als Künstler mit spirituellen Fragen auseinanderzusetzen, Kunstwerke auch in religiösen Kontexten auszustellen und damit im interreligiösen Austausch aktiv zu sein.

Julian, Teilnehmer der Dialogperspektiven