European Leadership Workshop 2021

Entering the “Engine Room”: Policy Briefs as a Means of Forging a Pluralistic Europe 

3-4 Juni 2021, online; 21-24 Oktober 2021, The Abbey Sutton Courtenay, Oxfordshire, UK

Die europäische Politik spiegelt nur selten den Pluralismus wider, der den Alltag in den heterogenen Gesellschaften Europas prägt. Politische Entscheidungen im Europäischen Parlament und anderen EU-Gremien sind dementsprechend oft von den nationalen und weltanschaulichen Interessen der Mitglieder beeinflusst. Daher fehlen der europäischen Politik zu Themen wie religiösem Pluralismus, Erinnerungskultur oder LGBTQI*-Rechten die Perspektiven derjenigen Change Agents, die die Zukunft Europas ausmachen. Wir bringen daher in jedem Programmjahr bis zu zwanzig unserer engagiertesten und aktivsten Alumni*ae und aktuellen Teilnehmer*innen zusammen, um diese Lücke zu schließen.

In einem ersten Schritt werden die Teilnehmer*innen Anfang Juni einen ergebnisorientierten Online-Methodenworkshop absolvieren zum Thema “Policy Advocacy”. Dort werden sie sich das Know-how und die entscheidenden Fähigkeiten aneignen, um ein gemeinsames Policy Paper zu erstellen, das sich z.B. an europäische Entscheidungsträger*innen, NGO-Vertreter*innen und Journalist*innen richtet.

In einem zweiten Schritt werden wir unsere Teilnehmer*innen Ende Oktober in den inspirierenden Räumlichkeiten von The Abbey Sutton Courtenay in Großbritannien zusammenbringen. Dort werden wir intensiv darüber arbeiten, wie wir das im Methoden-Workshop erworbene Wissen nutzen können, um policy Entscheidungen auf europäischer Ebene in Richtung von mehr Pluralität und Solidarität zu beeinflussen. Policy Papers dienen als Medium, um relevante Akteur*innen auf unsere Analysen und Vorschläge aufmerksam zu machen. Ziel sind dabei die Initiierung weiterer Diskussionen zum Thema und letztlich die Umsetzung unserer Ziele auf politischer Ebene. Damit gehen wir den nächsten Schritt in Richtung konkreter politischer Lobbyarbeit, um unsere Arbeit der letzten Jahre weiter zu unterfüttern und langfristige politische und gesellschaftliche Veränderungen zu erreichen.

˝Die Dialogperspektiven haben mein Leben in zweierlei Hinsicht bereichert. Zum einen haben sie mir neue Freundschaften ermöglicht: In unterschiedlichen interreligiösen und weltanschaulichen Begegnungen habe ich einzigartige Menschen kennengelernt, mit denen ich noch heute religiöse Theorien und Praktiken, aber auch zutiefst persönliche religiöse Gedanken und Gefühle austauschen kann. Zum anderen haben die Dialogperspektiven meinen beruflichen Werdegang nachhaltig beeinflusst: Sie haben mich dazu angeregt, in meinem wissenschaftlichen Werdegang die Funktionalität von Religion(en) in der individuellen Lebensbewältigung näher zu erforschen. Die Dialogperspektiven haben mir also letztendlich wertvolle Wege aufgezeigt, wie man sich mit dem Thema ‚Religiosität‘ bzw. ‚Interreligiosität‘ sowohl in persönlichen als auch in gesellschaftlichen Kontexten auseinandersetzen kann.

Nanthiny, Teilnehmerin der Dialogperspektiven