Was wir feiern und warum: Maha Shivaratri – Die Nacht des Shiva

Was wir feiern und warum. Unser Interreligiöser Kalender

 

Maha Shivaratri ist ein wichtiger Feiertag im Hinduismus. Für die Verehrer_innen des Gottes Shiva ist es das höchste Fest, die heiligste aller Nächte. Nach dem Hindu-Kalender findet der Feiertag am 14. Tag des Monats Phalguna, nach modernem Kalender Ende Februar/Anfang März statt. In diesem Jahr fällt er auf den 4. März.

Agrati Khajuria, Teilnehmerin der Dialogperspektiven, erklärt dazu:

An diesem Tag widmen wir unser Gebet dem Gott Shiva. Man betet üblicherweise die ganze Nacht den Vers Om Namah Shivayaoder das Maha Mrityunyaya Mantra

 

oṃ tryambakaṃ yajāmahe sugandhiṃ puṣṭivardhanam urvārukam iva bandhanān mṛtyor mukṣīya māmṛtāt

 

Es gibt unterschiedliche Gründe, warum wir Maha Shivaratri genau an diesem Tag feiern. So wie ich es gelernt habe, gibt es eine günstige Planetenposition, die eine gewisse “natürliche” Energie freisetzt, die wir Menschen absorbieren und nutzen sollen. Außerdem wird gesagt, dass der Tag der dunkelste Tag des Monats sei. Die Legende besagt, dass an dem Tag Shiva seine Frau Parvati geheiratet hat. Es gibt aber noch viele weitere Legenden zu dem Tag.

Es wird empfohlen, an dem Tag zu fasten und bei Sonnenaufgang das Fasten zu brechen. Kombiniert wird das Fasten oftmals mit Meditation. Man führt zudem Abhisheka aus, d.h. es werden Trankopfer auf das Abbild Shivas geschüttet:  Der Shiv Lingam – eine abstrakte Repräsentation Shivas – wird mit Honig, Milch, Zucker oder schwarzem Samen übergossen.  Als Opfergabe werden Früchte und Blumen verwendet.

Maha Shivaratri

Maha Shivaratri

Abhishekam

Abhishekam: Honig, Joghurt, Ghee, Milch, Wasser

Joghurt

Joghurt …

Ghee

… Ghee

Milch

… Milch

Wasser

… Wasser

Bengalische Quitte

… Bengalische Quitte

Shivling nach dem Abhisheka

Der Shivling nach dem Abhisheka mit Bel Leaves (Bengalische Quitte)

Was ich mit diesem Feiertag verbinde? Man kann an diesem Tag positive Energie aufnehmen, indem man seinem Geist und Körper etwas Gutes tut, man fühlt sich lebendiger.

 

Agrati Khajuria, Teilnehmerin der Dialogperspektiven

 


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