Zu den Anschlägen in Paris und Beirut

Wir verurteilen die terroristischen Anschläge auf die Menschen in Paris und Beirut auf das Schärfste und gedenken der zahlreichen Toten und Verletzten. Unsere Gedanken sind bei den Angehörigen und Freunden und wir teilen ihre Trauer und die aller Menschen in Frankreich, dem Libanon und weltweit.
Diese Anschläge stellen ein Verbrechen gegen unsere Freiheit und Menschlichkeit dar, wir alle sind betroffen. Der Terror basiert auf einer menschenverachtenden Ideologie, die kein Recht hat, sich auf Religion zu berufen. Er richtet sich gegen unsere Werte und unsere Art, in Freiheit und Respekt miteinander zu leben.
Wir glauben an eine Gesellschaft des Miteinanders, des Respekts und der Solidarität – Solidarität nicht zuletzt den Menschen gegenüber, die in den vergangenen Monaten auf der Flucht vor jenem Terror zu uns gekommen sind, auf der Suche nach Schutz.
Es ist heute notwendiger denn je, dass sich Menschen in unserer Gesellschaft gegenseitig verbunden fühlen; dass sie trotz und wegen ihrer religiösen, weltanschaulichen und kulturellen Unterschiede miteinander in Dialog treten. Hieran arbeiten wir auch als Dialogperspektiven und wir werden diesen Weg umso entschiedener fortsetzen. Gemeinsam wollen wir gegen ein Klima der Angst und des Hasses kämpfen und stattdessen den Weg einer Verständigung beschreiten.
In Andacht der Opfer des Terrors setzen wir uns weiterhin mit Leidenschaft ein für den Dialog zwischen den Religionen und Weltanschauungen, für ein respektvolles und angstfreies Miteinander, für eine demokratische, offene und solidarische Gemeinschaft.

Im Namen von Dialogperspektiven. Religionen und Weltanschauungen im Gespräch.

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˝Die Dialogperspektiven haben mein Leben in zweierlei Hinsicht bereichert. Zum einen haben sie mir neue Freundschaften ermöglicht: In unterschiedlichen interreligiösen und weltanschaulichen Begegnungen habe ich einzigartige Menschen kennengelernt, mit denen ich noch heute religiöse Theorien und Praktiken, aber auch zutiefst persönliche religiöse Gedanken und Gefühle austauschen kann. Zum anderen haben die Dialogperspektiven meinen beruflichen Werdegang nachhaltig beeinflusst: Sie haben mich dazu angeregt, in meinem wissenschaftlichen Werdegang die Funktionalität von Religion(en) in der individuellen Lebensbewältigung näher zu erforschen. Die Dialogperspektiven haben mir also letztendlich wertvolle Wege aufgezeigt, wie man sich mit dem Thema ‚Religiosität‘ bzw. ‚Interreligiosität‘ sowohl in persönlichen als auch in gesellschaftlichen Kontexten auseinandersetzen kann.

Nanthiny, Teilnehmerin der Dialogperspektiven

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