Was wir feiern und warum: 10. Tewet

Am Abend des 6. Januar beginnt in diesem Jahr der 10. Tewet – ein Fasttag im jüdischen Jahreszyklus. Was es mit dem Datum auf sich hat, beschreibt Samuel, aktueller Teilnehmer der Dialogperspektiven:

“Am 10. Tag des jüdischen Monats Tewet begehen gläubige Jüd*innen den gleichnamigen Fastentag.
Durch das Fasten von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang wird an die Umzingelung Jerusalems durch die babylonische Armee erinnert. Dieses Ereignis wird betrauert, weil es zum späteren Fall der Stadt und zur Zerstörung des Tempels führte.
An diesem Tag faste ich gemeinsam mit einem Freund und versuche, zum Morgen- und Abendgebet in die Synagoge zu gehen. Beides hilft dabei, das Fasten zu erleichtern, da man dann nicht ständig an Hunger und Durst denken muss. Außerdem kann ich mich so besser auf die Bedeutung des Fastentages konzentrieren.”

Auf dem Foto ist die Klagemauer in Jerusalem zu sehen, welche wir während des Frühjahrsseminar im März 2019 besuchten.

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˝Unsere Gruppe konnte einen Raum schaffen, in dem ich aus der Defensive heraustreten konnte, weil niemand in der Offensive stand. Wir wurden dazu ermutigt, auch das „eigene“ Ungemütliche, Eckige und Kantige nicht entschuldigend wegzuerklären, sondern zu akzeptieren, dass es da ist. Unser Dialog war nicht darauf erpicht, Antworten zu finden, sondern Fragen zu stellen; diese Fragen haben wir nicht einander gestellt, sondern gemeinsam.

Iman, Teilnehmerin der Dialogperspektiven