Rückblick: Gedenkabend für Ernst Ludwig Ehrlich in Basel

Prof. Dr. Ernst Ludwig Ehrlich ist untrennbar mit den Dialogperspektiven verbunden. Dieses Jahr wäre er 100 Jahre geworden: ein wunderbarer Anlass dafür, ihn und sein Lebenswerk vielerorts zu erinnern.

Zum Gedenkabend anlässlich des 14. Todestages von Ernst Ludwig Ehrlich kamen am 21. Oktober 2021 Wissenschaftler*innen, Kolleg*innen und Freund*innen Ehrlichs in Basel zusammen.

Ernst Ludwig Ehrlich engagierte sich als kritische jüdische Stimme in zahlreichen Dialogformaten. Seine Publikationen über das jüdisch-christliche Verhältnis prägen die Forschung bis heute. Davon berichteten Weggefährt*innen eindrücklich, neben Kirchenratspräsident Pfr. Prof. Dr. Lukas Kundert und Prof. Dr, Kathy Ehrensperger auch der Rektor des Abraham Geiger Kollegs und Direktor des Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerks (ELES) Rabbiner Prof. Walter Homolka PhD PhD DHL.

Anschließend berichtete ELES-Alumna Olga Osadtschy über „Neues Jüdisches Selbstbewusstsein nach Ernst Ludwig Ehrlich“, bevor Rachel de Boor, Projektreferent*in der Dialogperspektiven, in einem kurzen Input darstellte, welche zentrale Rolle Ehrlich bis heute im inzwischen siebten Jahr des Seminarprogramms der Dialogperspektiven einnimmt. Insbesondere folgendes Zitat beschreibt und begleitet unsere Arbeit mit den Teilnehmer*innen bei der Schaffung innovativer, neuer Wege des interreligiös-weltanschaulichen Dialogs:

Der Dialog muss zu etwas führen, das mehr ist als sachliches Ausweisen des jeweiligen Standpunktes. Er muss zur Verantwortung, zur Solidarität zueinander führen.

Der Abend fand mit einem Podiumsgespräch, moderiert von Pfr. Nico Rubeli, seinen runden Abschluss. Eingeladen hatten die Evangelische Schweizer Kirche in Israel, die CJAs beider Basel, die Jüdisch-Christliche Akademie, Jüdisch-Christliche Projekte, die Israelitische Gemeinde Basel, sowie das Zentrum für Jüdische Studien der Universität Basel.

Weitere Eindrücke finden sich auf der Website der Encyclopedia of Jewish-Christian Relations.

 

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˝Es ist wunderbar zu erleben, wie Personen mit so unterschiedlichen Verortungen offen sind, miteinander zu reden und nach und nach beginnen, ihre jeweiligen Normalitäten zu verbalisieren und zu reflektieren und in diesem Prozess auch versuchen Normalitäten Anderer in sich zu bewegen und sie zu verstehen. Danke für diesen „Raum“ und den Prozess – ich freue mich auf die Fortsetzung!

Kristina, Teilnehmerin der Dialogperspektiven