Rückblick: Erinnern in Relation. Perspektiven auf den 9. November

9. November 2021, Alexander Haus

Anlässlich des Gedenktages des 9. Novembers fand im Garten des Alexander Haus die öffentliche Veranstaltung „Erinnern in Relation. Perspektiven auf den 9. November“ statt, die Dialogperspektiven/CPPD gemeinsam mit der Leo Baeck Foundation, dem Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerk und dem Alexander Haus e.V. durchführte.

Jonas Fegert, Sarah Grandke, Peggy Piesche, Gianni Jovanovic, Stephanie Kuhnen und Melina Borčak – sechs Mitglieder der Coalition for Pluralistic Public Discourse – sind unserer Einladung gefolgt, ihre Perspektiven auf den 9. November mit den zahlreichen Gästen des Abends zu teilen. Dieses „Erinnern in Relation“ verweist auf das Ziel unserer Arbeit bei den Dialogperspektiven und ihrem Programm CPPD, bei dem Wissenschaftler*innen, Künstler*innen, Aktivist*innen unterschiedlichster religiöser, weltanschaulicher und identitärer Hintergründe zusammen, um die Aushandlungsprozesse um Erinnerungskulturen gemeinsam voranzubringen und die Ergebnisse mit der Öffentlichkeit zu teilen.

Die Redner*innen teilten in ihren sehr persönlichen Impulsen vielschichtige und miteinander verwobene Erinnerungen, die eingeschrieben sind in Familien und Freundeskreisen, in Communities, in religiöse Traditionen, in unseren Gesellschaften. Alle diese Perspektiven innerhalb des relationalen Geschehens von Erinnerung hatten dabei ein Gemeinsames: Das Ziel, einander zu stärken. So betonte Jo Frank in seiner Hinführung: „Es geht nicht um Fragen von Erinnerungshierarchien. Im Gegenteil: Es geht uns um die Stärkung des Erinnerns, um die Stärkung von Erinnerungskultur und Erinnerungskulturen durch Komplexität.”

Um Zukunft neu zu denken, braucht es mutige Orte. Deshalb freuen wir uns sehr, dass wir im Rahmen der Veranstaltung den BRAVE SPACE von Jan Bodenstein der Öffentlichkeit vorstellen konnten. Der Bau knüpft an die Geschichte des historischen Alexander Haus an und erweitert diesen Ort um eine neue Dimension. Er ermöglicht es zukünftig, einen Lernort auf dem Gelände des Alexander Haus zu etablieren.

Amanda Harding, Nachfahrin der Familie Alexander, betonte zum Abschluss die zentrale Bedeutung dieses Abends für die Stärkung des Alexander Haus als Ort des Austauschs und der Auseinandersetzung, der wie kein anderer für das Zusammenkommen steht und für eine Zukunft, die Vielfalt als Chance begreift.

©Phil Vetter/Dialogperspektiven

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

achtzehn − sechs =

˝Die Dialogperspektiven haben mir einen intensiven Austausch mit Menschen verschiedenster religiöser Hintergründe, sowie inspirierende Einblicke in deren religiöse Praktiken ermöglicht. Aus den persönlichen Begegnungen mit den anderen Teilnehmer*innen ist ein Verbundenheitsgefühl entstanden, welches weit über den Projektzeitraum hinaus trägt. Die positiven Erfahrungen in den Dialogperspektiven haben mein Interesse befördert, mich als Künstler mit spirituellen Fragen auseinanderzusetzen, Kunstwerke auch in religiösen Kontexten auszustellen und damit im interreligiösen Austausch aktiv zu sein.

Julian, Teilnehmer der Dialogperspektiven