PRESSEMITTEILUNG: Neues Netzwerk zu pluralistischen Erinnerungskulturen – CPPD

Information über Gründung der Coalition for Pluralistic Public Discourse (CPPD) und die Auftaktveranstaltung des Projekts im Rahmen der Langen Nacht der Ideen 2021

PRESSEMITTEILUNG

Berlin, 02. Juni 2021

Neues Netzwerk zu pluralistischen Erinnerungskulturen gestartet. Auftaktveranstaltung der Coalition for Pluralistic Public Discourse (CPPD) am 7. Juni 2021.

Dialogperspektiven hat ein neues Netzwerk von Intellektuellen, Künstler*innen und Wissenschaftler*innen initiiert. Im Zentrum der Zusammenarbeit stehen der Austausch über neue Formen pluralistischen Erinnerns und die Entwicklung von Konzepten für vielfältige europäische Erinnerungskulturen. Die Coalition for Pluralistic Public Discourse unter der Leitung von Dr. Max Czollek, Jo Frank und Johanna Korneli stellt sich bei einer digitalen Veranstaltung im Rahmen der Langen Nacht der Ideen des Auswärtigen Amts erstmals vor.

Mit der Errichtung der CPPD schafft Dialogperspektiven. Religionen und Weltanschauungen im Gespräch ein Netzwerk aus rund 50 Intellektuellen, Künstler*innen und Wissenschaftler*innen. In der CPPD treffen diskursbestimmende, überwiegend junge Menschen vielfältiger Hintergründe zusammen, die zu Themen von pluralistischer Erinnerungskultur und Vielfalt arbeiten und forschen. Das Netzwerk steht unter der wissenschaftlich-künstlerischen Leitung von Dr. Max Czollek, Johanna Korneli und Jo Frank, Dialogperspektiven/Leo Baeck Foundation.

„Wer die Gesellschaft und Zukunft im Sinne der radikalen Vielfalt unserer Gesellschaften verstehen will, muss auch die Vergangenheit neu erzählen. Dabei ist die Einbindung aktueller Diskurse, etwa um Postkolonialismus, Antisemitismus und Rassismus, genauso zentral, wie die Einbeziehung von Erinnerungskulturen und -praktiken vielfältigster gesellschaftlicher Gruppen und Communities. Die CPPD steht für die Wende von einer identitätspolitischen und monokulturell ausgerichteten Erinnerungskultur hin zur Anerkennung pluraler europäischer Gesellschaften und vielfältiger Erinnerungskulturen“, erklären Dr. Max Czollek, Jo Frank und Johanna Korneli.

Die Coalition hat ihre Arbeit im Mai 2021 aufgenommen. Bis Ende 2022 treffen sich ihre Mitglieder mehrmalig zum Austausch und zur Zusammenarbeit. Eine internationale Konferenz, eine Buchpublikation, Workshops, öffentliche Diskussionsveranstaltungen und die Erarbeitung von Politikempfehlungen und Policy Papers sind in Planung. Die Social- Media-Kanäle der CPPD informieren über themenbezogene Veröffentlichungen der Mitglieder der CPPD, Veranstaltungen und über aktuelle Entwicklungen im Themenfeld.

„Perspektiven auf pluralistisches Erinnern. Eine Lange Nacht zur Coalition for Pluralistic Public Discourse (CPPD)“ – Auftaktveranstaltung bei der Langen Nacht der Ideen 2021 des Auswärtigen Amts

Am 07. Juni 2021 präsentiert sich die Coalition for Pluralistic Public Discourse erstmals der Öffentlichkeit. Nadja Ofuatey-Alazard, Dr. Noa K. Ha, Esra Küçük, Gianni Jovanovic, Prof. Dr. Aladin El-Mafalaani und Dr. Lea Wohl von Haselberg stellen ihre Visionen für ein pluralistisches Erinnern vor. Mit Dr. Max Czollek und Jo Frank diskutieren sie über neue Konzepte europäischer Erinnerungskulturen und Ideen, wie die Erfahrungen vielfältiger Gruppen sichtbar gemacht werden können. Die 1:1-Gespräche werden von 18:00 bis 20:30 Uhr auf dem Facebook- und dem YouTube-Kanal der Dialogperspektiven sowie der Webseite der Langen Nacht der Ideen 2021 live gestreamt.

Gäste:
Nadja Ofuatey-Alazard (Dekoloniale)
Dr. Noa K. Ha (DeZIM-Institut)
Esra Küçük (Allianz Kulturstiftung)
Gianni Jovanovic (Aktivist für die Rechte von Sinti*zze und Rom*nja) Prof. Dr. Aladin El-Mafalaani (Soziologe)
Dr. Lea Wohl von Haselberg (Film- und Medienwissenschaftlerin)

Moderation:
Dr. Max Czollek, Jo Frank

Live-Stream:

Facebook
Youtube

Weitere Informationen zur CPPD:

Twitter
Instagram

Dr. Max Czollek (CPPD), Jo Frank und Johanna Korneli (Dialogperspektiven/Leo Baeck Foundation) stehen für Interviews zu CPPD zur Verfügung.

Dialogperspektiven. Religionen und Weltanschauungen im Gespräch ist ein Programm der Leo Baeck Foundation. Ziel ist die Entwicklung und Etablierung neuer und innovativer Formen des interreligiös-weltanschaulichen Dialogs. Mit Unterstützung des Auswärtigen Amts wird das Programm als europäische Plattform ausgebaut. Das Programm möchte einen wesentlichen Beitrag zur europäischen Verständigung und Zusammenarbeit, zur Stärkung und Verteidigung der europäischen Zivilgesellschaft und zur Gestaltung eines pluralen, demokratischen und solidarischen Europas leisten.

Kontakt:
Sarah Rauchfuß
Presse & Öffentlichkeitsarbeit CPPD
Mail: rauchfuss@dialogperspektiven.de

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˝Warum das Dialogperspektivenforum (für mich) so wichtig ist? – Weil ich finde, dass es unerlässlich ist, informiert zu sein, um Vorurteile zu überwinden und den anderen so zu verstehen, wie er sich versteht, um überhaupt miteinander ins Gespräch zu kommen. Wesentlich ist für mich dabei die Begegnung mit Menschen unterschiedlicher religiöser, weltanschaulicher oder auch politischer Prägung; denn ich bin überzeugt, dass nur in der Begegnung Dialog entstehen kann und Vorurteile überwunden werden können, dass nur so ein konstruktives Miteinander relaisiert werden kann.

Katharina, Teilnehmerin der Dialogperspektiven