PRESSEMITTEILUNG: „DIALOGPERSPEKTIVEN“ LADEN ZUM FRÜHJAHRSSEMINAR NACH LUXEMBURG

Vom 25. bis zum 29. März 2020 treffen sich junge Europäer_innen in Luxemburg. Rund 50 jüdische, christliche, muslimische, alevitische und atheistische Studierende und Promovierende aus Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Luxemburg, Polen, Schweden, und Ungarn nehmen an dem Seminar der Dialogperspektiven. Religionen und Weltanschauungen im Gespräch zum Thema „Luxemburg – religiöse Vielfalt, gesellschaftliche Verantwortung religiöser Gemeinschaften im Zentrum Europas“ teil. Im Fokus der fünf Tage stehen Fragen von religiöser und weltanschaulicher Diversität, das Verhältnis von Staat und Religion sowie die Verantwortung von Religionen in gesellschaftspolitischen Diskursen. Diese Themen werden im Rahmen von Workshops, Vorträgen und innovativen Gesprächsformaten mit politischen und zivilgesellschaftlichen Akteur_innen sowie Vertreter_innen religiöser Institutionen bearbeitet. Die Teilnehmenden treffen u. a. Prof. Dr. Juliane Kokott und Eleanor Sharpston QC, Generalanwältinnen am Gerichtshof der Europäischen Union.

Die gemeinsame religiöse Praxis ist wesentlicher Bestandteil des Seminars. Zum Programm gehören u. a. ein inklusiver ökumenischer christlicher Gottesdienst, der alle Denominationen und queere Positionen einschließt und sich für den interreligiösen Kontext öffnet, eine Diskussion und ein Freitagsgebet mit dem muslimischen Dachverband Shoura sowie ein Shabbat-Gottesdienst mit dem liberalen Rabbiner Alexander Grodensky. Die religiösen Begleiter_innen sind Max Feldhake, Rabbinatsstudierender am Abraham Geiger Kolleg, die ordinierte Pfarrerin Kerstin Söderblom und die Islamwissenschaftlerin Ayşe Başol.

„Religionen und Weltanschauungen bestimmen aktuelle europäische Diskurse fundamental. In der gemeinsamen Arbeit mit den europäischen Führungskräften von morgen agiert unser Programm an der Schnittstelle von Religionen, Weltanschauungen, Politik und Gesellschaft. Wir bringen junge Menschen unterschiedlichster Herkünfte und Identitäten ins Gespräch miteinander. Wir brauchen diese Diversität, um den Herausforderungen einer pluralen und zunehmend durch Abgrenzungskämpfe und Polarisierung geprägten europäischen Gesellschaft zu begegnen“

erklärt Jo Frank, Leiter des Programms.

Dialogperspektiven. Religionen und Weltanschauungen im Gespräch ist ein Programm des Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerks (ELES). Es richtet sich an Stipendiat_innen aller 13 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Begabtenförderungswerke. Im Rahmen des European Scholarship Programme@DialoguePerspectives sind mit Unterstützung des Auswärtigen Amts seit dem Programmjahr 2019/20 zusätzlich je zwei Stipendiat_innen aus Großbritannien, Frankreich, Luxemburg, Polen, Schweden und Ungarn Teil des Programms.

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˝Warum das Dialogperspektivenforum (für mich) so wichtig ist? – Weil ich finde, dass es unerlässlich ist, informiert zu sein, um Vorurteile zu überwinden und den anderen so zu verstehen, wie er sich versteht, um überhaupt miteinander ins Gespräch zu kommen. Wesentlich ist für mich dabei die Begegnung mit Menschen unterschiedlicher religiöser, weltanschaulicher oder auch politischer Prägung; denn ich bin überzeugt, dass nur in der Begegnung Dialog entstehen kann und Vorurteile überwunden werden können, dass nur so ein konstruktives Miteinander relaisiert werden kann.

Katharina, Teilnehmerin der Dialogperspektiven

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