Neue Podcastfolge von »Erinnerungsfutur« online

Morgen, am 11. September 2021, jährt sich der Terroranschlag auf das Word Trade Center zum zwanzigsten Mal. Während 2001 die ganze Welt nach Manhattan schaute, richten sich heute die Blicke auf Afghanistan, auf Kabul. Doch für die Menschen dort und die Afghan*innen in der Diaspora ist dieses Jahr keinesfalls “ein zwanzigjähriger Krieg” beendet worden, wie es derzeit in den westlichen Medien heißt. Für sie beginnt der Konflikt, an dem von Anfang an viele verschiedene Staaten ihren Anteil haben, schon mit den Kolonialisierungsversuchen Großbritanniens und der Sowjetunion, spitzt sich im Laufe des Kalten Krieges zu und ist auch jetzt nicht vorbei.

In der neuen Folge von ERINNERUNGSFUTUR spricht Jo Frank mit Ahmad Milad Karimi, Philosoph, Religionswissenschaftler und CPPD-Mitglied, über die Hintergründe des Konflikts in Afghanistan, darüber, wie Bilder unsere Wahrnehmung von Geschichte prägen und warum die Abwehr von Komplexität immer auch Schuldabwehr ist.

Die Folge kann ab jetzt auf allen gängigen Plattformen (z.B. auf Spotify, Buzzsprout, über Apple Podcasts oder Google Podcasts) angehört werden.

Die 2021 gegründete CPPD versteht sich als ein Netzwerk aus diskursbestimmenden Menschen vielfältigster Hintergründe, die zu Themen von pluralistischer Erinnerungskultur und Vielfalt arbeiten und forschen. In ERINNERUNGSFUTUR berichten Wissenschaftler*innen, Künstler*innen und Intellektuelle über ihre Arbeiten zu und Perspektiven auf Erinnerungskulturen in Deutschland und Europa.

Was muss sich an deutschen und europäischen Erinnerungskulturen ändern, damit nicht nur ein Teil der Gesellschaft seine Geschichte dort wiederfindet, sondern alle? Wie könnte so ein pluralistisches Erinnern konkret aussehen? Und auf welche gesellschaftlichen Konflikte müssen wir uns in diesen Prozessen einstellen? Über diese und andere Fragen kommen wir in ERINNERUNGSFUTUR gemeinsam ins Gespräch.

Die CPPD ist ein Projekt der Dialogperspektiven. Religionen und Weltanschauungen im Gespräch, einem durch das Auswärtige Amt ermöglichten Programm der Leo Baeck Foundation.

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˝„Die Dialogperspektiven bieten einen einmaligen Perspektivenwechsel! Durch das Programm ist es möglich, sich intensiv mit aktuellen und gesellschaftlich hoch relevanten Fragestellungen zu befassen, die eigene Identität zu reflektieren und die Vielfalt europäischer Identitäten kennenzulernen. Ich bin sehr dankbar für die intensiven persönlichen Gespräche und Begegnungen und die zahlreichen Denkanstöße, die mich weit über die Seminare hinaus begleiten."  

Ezgi, Teilnehmerin Dialogperspektiven